Das Stift selbst wurde durch König Otto I. 936 mit dem in Gründung befindlichen Reichsstift Quedlinburg verbunden. Es verlor im Spätmittelalter seine einstige Bedeutung, behielt aber dennoch einen eigenen Konvent mit einer Pröpstin an der Spitze und umfangreichen Grundbesitz sowie Rechtsimmunität.
Die Damenstiftskirche ist vermutlich durch die Bauernunruhen 1525 größtenteils
niedergebrannt worden, wie archäologische Befunde bestätigen. Das Stift selbst war nach
der großen Kirchenvisitation 1540 aufgelöst und der Grundbesitz durch Lehnsvergabe in ein
Rittergut umgewandelt. Bis 1945 waren namhafte Adelsfamilien, wie die von Weddelsdorf,
von Steuben, von Hartwig und von dem Bussche-Streithorst Besitzer. Jeder Besitzer hat an
den Baulichkeiten seine Spuren hinterlassen, so dass heute Stilelemente von der
Karolingerzeit über die Romanik, Renaissance, Barock bis Klassizismus besichtigt werden
können. Das Rittergut Wendhusen mit seinem Landwirtschaftsbetrieb war während der DDR
LPG, die Baulichkeiten sind zwischen 1991 und 1995 grundsaniert.
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